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Lagerhalle vollständig abgerbrannt PDF Drucken E-Mail
Einsätze

Lagerhalle vollständig abgebrannt

In der Nacht auf Sonntag 04. Mai 2019 löste die Leitstelle Würzburg um 0:47 Uhr Alarm für die Feuerwehren Hasloch, Kreuzwertheim, Schollbrunn, Faulbach, die Kreisbrandinspektion, sowie die Unterstützungsgruppe für den örtlichen Einsatzleiter mit dem Stichwort „Brand Lagerhalle in der Bahnhofsstraße Hasloch“ aus.
Auf der Anfahrt war von weitem schon ein orangeroter Feuerschein mit entsprechender Rauchentwicklung zu sehen.

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Vor Ort fanden die ersten eintreffenden Kräfte folgende Lage vor:
eine ca. 30x 20m große Lagerhalle eines Entrümpelungsbetriebes befand sich in Vollbrand. Das Dach war bereits vollflächig durchgebrannt, ein vor der Halle abgestellter Lieferwagen brannte ebenfalls vollständig. Bei einem Nachbargebäude waren die Fensterscheiben vermutlich durch die Hitzeentwicklung herausgefallen und es befanden sich um die Halle mehrere Container mit Entsorgungsmaterial, sowie ein Flüssiggastank, die der Hitzestrahlung direkt ausgesetzt waren.
Die sich in Richtung Main befindliche Bahnstrecke Wertheim-Miltenberg war noch nicht gesperrt.

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Da ein Innenangriff aufgrund der Brandentwicklung nicht möglich war, wurden in der Anfangsphase dieses Einsatzes zunächst ein Außenangriff mit mehreren C-Strahlrohren aufgebaut, sowie die Kreuzwertheimer Drehleiter als Riegelstellung für das Nachbargebäude eingesetzt, die aus Faulbach zur direkten Brandbekämpfung der Lagerhalle. Die Wasserversorgung erfolgte zu diesem Zeitpunkt über die Wassertanks der Fahrzeuge und einen Unterflurhydranten in der Bahnhofsstraße. Eine Einsatzleitung wurde am Einsatzleitwagen der Feuerwehr Kreuzwertheim eingerichtet, geleitet wurde der Einsatz zunächst vom örtlichen Kommandanten aus Hasloch.
Zu diesem Zeitpunkt wurde bereits klar, dass die Wasserversorgung durch das Hydrantennetz nicht ausreichen würde. Somit wurden die umliegenden Feuerwehren aus Hasselberg und Breitenbrunn für die Wasserversorgung vom Main alarmiert, die Feuerwehr Wertheim mit dem Löschzug zur Unterstützung der Löscharbeiten von der Staatsstraße aus.

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Nachdem dann auch die Rückmeldung von der deutschen Bahn kam, dass die Bahnstrecke für den Zugverkehr gesperrt ist, konnten 3 Förderleitungen vom etwa 200m entfernten Main aufgebaut und in Betrieb genommen werden, um die im Einsatz befindlichen Strahlrohre, Monitore und Wendestrahlrohre mit ausreichend Wasser zu versorgen.
Zwischenzeitlich hatte der Kreisbrandrat des Landkreises Main-Spessart die Einsatzleitung übernommen und den anwesenden Mitgliedern der Kreisbrandinspektion Einsatzabschnitte zugewiesen. Die Verpflegungsgruppe des roten Kreuzes versorgte die Einsatzkräfte mit kalten und warmen Getränken und die Temperatur der Einsatzstelle wurde fortlaufend mittels Wärmebildkameras kontrolliert.

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Nachdem gegen 4 Uhr dann „Feuer aus“ an die Leitstelle gemeldet werden konnte und die Nachlöscharbeiten fortgesetzt wurden, begann der Rückbau der Förderleitungen und der meisten Strahlrohrstrecken. Damit konnte die Feuerwehr Kreuzwertheim abrücken und die Fahrzeuge und Geräte wieder einsatzklar machen. Um 5:15 Uhr konnten die Feuerwehrleute dann wieder nach Hause gehen und ihren wohlverdienten Schlaf nachholen.

Im Einsatz befanden sich ca. 130 Kräfte von Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienst + Rotes Kreuz, Deutscher Bahn und THW. Eine Feuerwehrfrau wurde während des Einsatzes leicht verletzt.